Archiv der Sozialen Bewegungen · c/o Rote Flora · Achidi-John-Platz 1 (Schulterblatt 71) · 20357 Hamburg
Öffnungszeiten: Gerne nach Absprache.

Das Archiv braucht Geld, viel Geld - Warum?


Archiv der Sozialen Bewegungen Hamburg



Dokumentieren Debattieren Handeln

Das Archiv der Sozialen Bewegungen Hamburg wurde 1989 als selbstorganisiertes, unabhängiges Archiv gegründet. Seitdem sammeln wir Materialien aus regionalen, nationalen und internationalen Zusammenhängen, um die Vielfalt und Kontinuität von Protest, Widerstand und Alltag sozialer Bewegungen zu dokumentieren, für alle zugänglich zu machen und aktiv zu unterstützen.

Wir sind seit 1993 Bestandteil des selbstverwalteten autonomen Zentrums Rote Flora. Unsere Archivarbeit bedeutet für uns nicht nur das Bewahren der Geschichte sozialer Bewegungen, sondern wir verstehen uns als Teil linker Initiativen und Szenen.

Neben der Nutzung für wissenschaftliche und journalistische Arbeiten stellen wir unsere Bestände genauso Aktivist*innen zur Verfügung, um sich historisch zu verorten, an frühere Kämpfe anzuknüpfen, Debatten nachzuvollziehen oder aktuelle Ansätze weiterzuentwickeln. In diesem Sinne ist das Archiv auch Basis für emanzipatorische Prozesse und Beitrag zu theoretischen Arbeiten und praktischen Auseinandersetzungen.

Gedächtnis von unten

Freie Archive sind ein besonderer Speichertyp des gesellschaftlichen Gedächtnisses. Sie halten Perspektiven, Erfahrungen und Aktionen fest, die in staatlichen Institutionen kaum dokumentiert werden. Die überlieferte Wirklichkeit von Basisgruppen und Bewegungen abzubilden, war die zentrale Motivation zur Gründung unabhängiger Archive im ganzen Land. Mehr über das Netzwerk Archive von unten ist hier zu finden: http://www.bewegungsarchive.de Ein Verzeichnis Freier Archive hier: https://afas-archiv.de/verzeichnis-freier-archive

Was wir sammeln

Dokumente sozialer Bewegungen verschwinden häufig mit der Auflösung von Gruppen oder Initiativen. Sorgfältig erarbeitete Sammlungen von Infomaterial, Broschüren, Fotos, Flugblättern, Zeitungsausschnitten oder komplette Privatarchive gehen dann schnell verloren. Wir nehmen jegliche Materialien dieser sogenannten grauen Literatur ins Archiv auf, damit sie der Öffentlichkeit und dem gesellschaftlichen Gedächtnis erhalten bleiben.

Die Archiv-Bestände umfassen:

  • Flugblätter, Broschüren und Plakate
  • Zeitschriften, Zeitungen und Periodika
  • Korrespondenzen, Konzepte und Prozessunterlagen
  • Fotos, Film- und Audiomaterial
  • Aufkleber, Buttons, Postkarten
  • Nachlässe, Sammlungen und Privatarchive von Aktivist*innen, Journalist*innen, Initiativen
  • Sonderbestände und politisches Altpapier jeglicher Art


  • Zum Archiv gehört außerdem ein eigenständiges Foto-Archiv-Kollektiv. Es dokumentiert soziale und politische Aktionen, Demonstrationen, Kundgebungen und andere denkwürdige Ereignisse und trägt zur visuellen Überlieferung einer politischen Gegenöffentlichkeit bei.

    Vernetzung und Austausch

    Als Teil des Netzwerks Archive von unten gehört für uns auch der Austausch mit anderen Initiativen und Archiven dazu. Allen gemeinsam ist: viel Arbeit, keine Bezahlung. Es gibt regelmäßige Treffen mit Workshops und Seminaren zum Erfahrungs- und Wissensaustausch. Die Vernetzung ist gut für gegenseitiges Kennenlernen und fachlichen Austausch von Arbeitsweisen und Material. Sie fördert die Zusammenarbeit der Archive untereinander, macht stark und die Bedeutung der Freien Archive für das gesellschaftliche Gedächtnis sichtbar.

    Nutzung und Zusammenarbeit.

    Der Zugang zum Archiv steht allen Interessierten offen - online unter https://asb.nadir.org. Ebenso können die Bestände vor Ort genutzt werden – gerne nach Absprache. Wir unterstützen Recherchen für wissenschaftliche Arbeiten genauso wie journalistische, künstlerische oder politische Projekte und beteiligen uns an Veranstaltungen, Workshops, Ausstellungen und Bildungsangeboten in Form von Führungen, Vorträgen, Seminaren. Regelmäßig werden wir von Forschungseinrichtungen, Universitäten, Lehrenden und Interessierten eingeladen, unsere Arbeit vorzustellen. Für Kooperationen, Praktika und Ideen sind wir immer aufgeschlossen.

    Mitmachen und unterstützen

    Das Archiv der Sozialen Bewegungen Hamburg lebt von solidarischem Engagement, Spenden und der Weitergabe von Materialien. Wir freuen uns also besonders über:

  • die Abgabe von Archivmaterial
  • aktive Mitarbeit im Archivbetrieb – natürlich unbezahlt
  • finanzielle Unterstützung
  • Kooperationen und Projektideen


  • Zusammen sorgen wir dafür, dass Geschichte von unten nicht verloren geht und als Ressource für gegenwärtige und zukünftige Bewegungen lebendig bleibt.

    Kontakt

    Archiv der Sozialen Bewegungen Hamburg
    Rote Flora 1.OG
    Achidi-John-Platz 1
    20357 Hamburg
    https://asb.nadir.org


    Öffnungszeiten nach Vereinbarung

    Telefon 040/433 007
    Mail asb@nadir.org

    Postanschrift

    c/o Buchladen im Schanzenviertel
    Schulterblatt 55
    20357 Hamburg

    Kontoverbindung

    Zeitpunkte - Verein zur Förderung der politischen Bildung e.V.
    Hamburger Volksbank
    IBAN DE04 2019 0003 0012 2227 04




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